DeLFI 2008 – Die 6. e-Learning Fachtagung Informatik

Die DeLFI ist eine mehrtägige Fachtagung für interessiertes Fachpublikum. Sie wird von der Gesellschaft für Informatik e.V veranstaltet und befasst sich ausschließlich mit Themen im Bereich E-Learning. Grund dazu ist die vermehrte Situation des ortsunabhängigem Lernen. Das bedeutet, dass die Lernenden sich oftmals nicht am selben Ort wie die Lehrenden befinden. Die dort vorgestellten rechnergestützten Lern- und Lehrformen können nicht nur an Hochschulen oder Schulen, sondern auch im Beruf und sogar für das lebenslange Lernen verwendet werden. Die DeLFI 2008 findet zwischen dem 7. und 10. September 2008 in Lübeck statt und dauerte vier Tage. Informationen zur Agenda finden Sie hier:

Die Tagungsschwerpunkte
Die Schwerpunkte der Fachinformatik-Tagung lagen alle im Themenbereich. Die Vorlesungen waren zufriedenstellend und einige neue Aspekte des E-Learnings wurden dadurch verständlicher. Insbesondere die Möglichkeiten des E-Learnings warfen viele Fragen auf aber nahezu alle konnten beantwortet werden. Die genauen Tagungsschwerpunkte lauteten wie folgt:

  • ContentEngineering
  • E-Learning-Werkzeuge
  • Didaktik des E-Learning
  • Organisation und Entwicklungsprozess des E-Learning
  • Informationssicherheit im E-Learning

Die wohl größte, technische Herausforderung war die Sicherheit während der Verwendung von E-Learning-Programmen. Im Internet gibt es viele Fallen und Schlupflöcher und diese galt es abzuwehren. Ein gut besuchter Vortrag war daher die Informationssicherheit im E-Learning. Zwei Unterpunkte wurden besprochen und der Aufwand der Technik dahinter verdeutlicht. Auch die E-Learning Werkzeuge lockten viele Interessenten an – darunter auch Lehrer und Schüler. Letztere bekamen die Möglichkeit die Informatik solcher Werkzeuge besser zu verstehen und daher gezielter damit umzugehen.

Kommunikative Aspekte
Wie bei jeder Tagung wurde auch bei der DeLFI 2008 eine rege Kommunikation betrieben. Diese zeichnete sich nicht nur durch viele interessante Vorträge, sondern auch durch anregende Diskussionen zu den einzelnen Tagungsschwerpunkten aus. Bei dem Vortrag des Fachbereiches „Wirtschaftswissenschaften“ wurde durch verschiedene E-Learning Werkzeuge sogar erreicht, das Menschen die nicht vor dem Vortragenden saßen durch einen LiveStream nicht nur zuhören konnten, sondern auch die Möglichkeit hatten via einer Kommentarfunktion mitzudiskutieren. Was denkbar selbstverständlich klingt, ist in Wahrheit ein riesiger Aufwand an Informatik und der damit verbundenen Fähigkeit dieses Wissen auch umzusetzen und anderen verständlich zu machen.

 

Mobiles Lernen – neue Didaktik

Mobiles Lernen, auch Mobile Learning genannt, hat sich als Folge des zunehmenden Gebrauchs mobiler Endgeräte als eine neue Richtung in der Didaktik und im Lernen entwickelt. Wenn man unterwegs Nachrichten schauen kann, chatten oder E-Mails schreiben kann, während man unterwegs ist, kann man die Zeit doch auch nutzbringend verwenden, die man zwischendrin hat, um sein Wissen zu erweitern. Dass mobiles Lernen eine zeitgemäße, clevere Art ist, sein Handy zu nutzen, steht außer Frage.

Dem Mobile Learning sind jedoch auch einige Grenzen gesetzt. Auch wenn man sein Smartphone für das Erlernen von Regeln oder Vokabeln nutzen kann, ist die Lernsituation ganz sicher als suboptimal zu bezeichnen. Nicht umsonst begibt man sich, um sich konzentrieren zu können, „in Klausur“. Diese Ruhe und auch ein Fehlen von Ablenkungen ist bei einem Gebrauch des Smartphones für mobiles Lernen ganz sicher nicht gegeben. Das heißt, dass Inhalte zwar verstanden werden, nicht aber optimal gespeichert werden, da andere, parallel auftretende Reize sie überlagern.

Mobile Learning ist zwar spontanes Lernen, das man als sinnvoll ansehen kann, aber an die zu erlernenden Inhalte werden bestimme Anforderungen gestellt. Der Lernstoff darf ein bestimmtes Komplexionsniveau nicht überschreiten. Es bieten sich also nur isolierte Phänomene wie Vokabeln an, die als „Häppchen“ aufgenommen werden können. Hierbei kann sogar eine positive Übertragung weiterlesen »